Racing Experience dans la presse

Gary und David Hauser am Steuer eines GP2


Seit bekannt wurde, dass er seinen bisherigen Dallara-Mercedes F305/7 Formel 3 an die ebenso charmante wie schnelle Rennamazone Cécile Cante (die Lebensgefährtin von F3000-Pilot Alban Thomas) aus dem französischen Lyon verkauft hatte, brodelte im Internet die Gerüchteküche, welches Fahrzeug der junge David Hauser denn nun 2012 einsetzen werde.

Nach seiner fabelhaften Saison 2011, während der er 12 Bergrennen (davon 8 im Rahmen der französischen Bergmeisterschaft) bestritten hatte, wobei er JEDES MAL den F3-Klassensieg sowie EINEN TOP10-Gesamtrang inmitten stärkerer Fahrzeuge (Sportwagen und F3000) erringen konnte, dies auf bis auf zwei Ausnahmen (Eschdorf und Holtz in seiner Heimat) für ihn völlig unbekannten Strecken, hätte es rein sportlich wenig Sinn gemacht, eine weitere Saison im Dallara F3 anzuhängen.

Aus diesem Grund hat sich sein Rennstall Racing Experience gründlich mit den verschiedenen zur Wahl stehenden Alternativen auseinandergesetzt, die Pro und Kontras der verschiedenen Reglements abgewägt, um sich letztendlich für den künftigen Einsatz eines Dallara GP2 von 2008 zu entscheiden, ein Fahrzeug, das den rezentesten Sicherheitsnormen entspricht und aus der prestigeträchtigen GP2-Serie stammt, dem Sprungbrett zur Formel 1-Königsklasse. Es wird zugleich das erste derartige Fahrzeug im Bergrennsport darstellen. Beim Motor fiel die Wahl auf ein 3-Liter-Aggregat, so wie es das FIABergreglement der Gruppe E2-Single Seater (FIA) vorsieht. Eine spannende und sicherlich nicht einfache Herausforderung für David Hauser und sein Team, gilt es doch nicht nur den Fahrstil an das neue, nun wesentlich stärkere Fahrzeug anzupassen, sondern vor allem auch den Wagen auf die spezifischen Anforderungen der Bergrennstrecken abzustimmen. Eine Herausforderung, die der 22-jährige Student an der Pariser ESTACA und angehende Automobil Ingenieur jedoch mit Gelassenheit und einer gehörigen Portion Motivation angeht: „Bei meinem allerersten Start am Berg beim Eschdorfer Rennen 2010 kam Lionel Régal zu mir, um mir zu meinem 4. Gesamtrang zu gratulieren und ermutigte mich dazu, mich unbedingt intensiv dem Bergrennsport zu widmen. Ein Ansporn, der für mich eine völlig neue Dimension bekam, als Lionel wenige Monate später beim Bergrennen Les Rangiers in der Schweiz auf tragische Weise ums Leben kam.“ Am Vortag seines tödlichen Rennunfalls hatte der vierfache französische Bergmeister dem Streckensprecher des Schweizer EM-Lauf am Mikrofon anvertraut, er wolle künftig ein GP2-Fahrzeug einsetzen, um der Übermacht der neuen Osella FA30 zu kontern und trotzdem der klassischen Konzeption eines „Formelwagens“ treu zu bleiben. Ein Projekt, das David Hauser nun versuchen wird, im Sinne Lionels zu Ende zu führen.

Während es leider unwahrscheinlich ist, dass das neue Auto bereits zum Luxemburger Saisonauftakt am Ostermontag in Lorentzweiler einsatzbereit sein wird, steht Eschdorf am 5./6. Mai bereits fest im Terminkalender. Das übrige Saisonprogramm ist derweil noch nicht definitiv festgelegt: „Es ist klar, dass ich liebend gerne so oft wie möglich gegen meine französischen Kameraden wie Nicolas Schatz antreten würde, doch leider wird mir das französische Reglement es nur bei den dortigen EM-Läufen am Col Saint-Pierre Mitte April und MontDore Anfang August erlauben. So oder so dürften wir etwa zehn Bergrennen bestreiten, wobei es auch gilt, den Terminkalender nach den Anforderungen meines sehr zeitintensiven Studiums auszurichten.“

Sicher ist derweil bereits, dass der Dallara GP2 von Racing Experience auch bei zwei Rennen zur BOSS GP/INTERSERIE auf der Rundstrecke zum Einsatz kommen wird, dies mit Davids jüngeren Bruder Gary (19) als Fahrer, der seinerseits seine Studien in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Luxemburg weiterführt.

 

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